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Foto Volker Dennebier

Deutz, 20.07.2017 „Düxer Bock“ nun offizieller Name.Schon immer war für die Bewohner in Deutz die kleine Platzfläche am Gotenring, zwischen Lorenzstraße und Arnoldsstraße, der „Platz am Düxer Bock“. Nur offiziell war das nie. Doch dies hat sich nun geändert. Im Mai dieses Jahres hat die Bezirksvertretung Innenstadt beschlossen, die Fläche in „Am Düxer Bock“ umzuwidmen. Auf dem Platz befindet sich die von dem Künstler Gerhard Marcks geschaffene Skulptur eines Ziegenbocks.

„Als ich das erste Mal mit der Straßenbahnlinie 3 oder 4 an diesem Platz vorbeigefahren bin“, so Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, „dachte ich natürlich, das sei der Geißbock vom 1. FC Köln.“ Weit gefehlt: Dieser Ziegenbock geht auf einen Nachbarschaftsstreit in Köln-Deutz zurück. Weil ihn die Singvögel aus dem Garten nebenan zu sehr störten, hatte sich ein Nachbar einen Ziegenbock angeschafft. Dessen ständiges Meckern übertönte den Gesang der Vögel. Mit der guten Nachbarschaft war es danach allerdings vorbei. Der Düxer Bock erinnert noch heute an diese Begebenheit und mahnt auch ein wenig, es nicht noch einmal so weit kommen zu lassen. „Ich hätte den Platz gerne anders getauft“, schmunzelte Hupke weiterhin ,„aber die Deutzer Bürger sind dem Bock ähnlich –ein bisschen dickköpfig. So habe ich mich denn der demokratischen Abstimmung geschlagen gegeben.“

Ein Glücksfall für Deutz und die Anwohner rund um den Platz ist Olga Moldaver, Initiatorin von „Bock auf Garten“ (www.bockaufgarten.de): „Mir fehlte in meiner Wohnung einfach ein Balkon“, grinste sie, „und so musste ich schauen, wo ich mich gärtnerisch austoben konnte.“ Hupke lobte diese Form des Austobens: „Mittlerweile haben wir dort eine wunderbare Oase zum Entspannen mit Sitzecke und Bücherregal, mit gemeinsamem Boulespiel oder kleineren Nachbarschaftsfesten. Oder zum ’Seele flattern ’lassen.“

Viel hat Olga Moldaver erreicht: Aus einer kleinen Idee einer Einzelnen ist eine große Sache mit vielen Helfern und Besuchern geworden. Und so war der Applaus der zahlreich erschienen Gäste groß, als Andreas Hupke gemeinsam mit Olga Moldaver das Straßenschild „Am Düxer Bock“ enthüllte. „Und wer zu sich sagt: ’Ich als einzelner Mensch kann doch nichts erreichen’, sollte sich auf den Weg zum ’Düxer Bock’ machen, an Olga Moldaver denken und sich ein Herz fassen und einfach mal machen“, so Hupke. (ste)

 ( aus Kölnischer Rundschau 20.07.2017 )

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