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Foto Volker Dennebier, Casino neben Deutzer Bahnhof am Ottoplatz

Westspiel kauft Kasino-Fläche

BAUPLÄNE Grundstück kostet rund fünf Millionen Euro - Architektenwettbewerb geplant

VON ANDREAS DAMM  Kölner Stadtanzeiger 15.06.2016

Der öffentliche Parkplatz am Deutzer Bahnhof muss dem Kasino weichen, das die Westdeutsche Spielbanken GmbH errichten wird. Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der NRW-Bank, will das 2300 Quadratmeter große Grundstück für rund fünf Millionen Euro von der Stadt kaufen. Sofern der Rat in seiner Sitzung am 28. Juni zustimmt, steht dem Vertragsabschluss nichts mehr im Wege. Ein Architekten-Wettbewerb soll ein möglichst ansehnliches Gebäude gewährleisten.

Eine Baumgruppe, die sich neben dem Parkplatz befindet, wird den Baubeginn allerdings nicht überleben. Die Westspiel plant einen sechsgeschossigen, bis zu 27 Meter hohen Komplex. Zum Vergleich: Die Bahnhofskuppel ist etwa 20 Meter hoch. Im Erdgeschoss sind außer Stellplätzen ein größeres Restaurant und ein weiterer gastronomischer Betrieb vorgesehen, die nicht zur Spielbank gehören. Die Ebenen eins bis vier dienen überwiegend als Parkhaus. In den beiden oberen Etagen wird der Spielbetrieb mit Automaten und Roulette-Tisch seinen Platz finden. Die Betreibergesellschaft rechnet mit Baukosten in Höhe von gut 23 Millionen Euro. "Das Gebäude soll als östlicher Abschluss des Ottoplatzes ein architektonisches Alleinstellungsmerkmal bilden", heiß es in der Auslobung des Planungswettbewerbs. Das Flachdach soll als "fünfte Fassade" ebenso anspruchsvoll gestaltet werden wie die vier Außenwände. Dass sich hinter der Fassade insgesamt 171 Parkplätze befinden, soll dem Betrachter verborgen bleiben. "Wir hoffen, den Architektenwettbewerb zum Jahreswechsel abschließen zu können", sagte ein Sprecher der Westspiel am Dienstag. 2017 werde die Planung erfolgen, bevor dann 2018 die Baukolonnen anrücken. Spätestens 2021 werde die Spielbank eröffnet. Die Betreiber erwarten rund 300 000 Besucher jährlich. Das entspricht der Zahl des Duisburger Kasinos.

Im Rathaus geht man davon aus, dass die Abgabe aus den Spielbankerlösen jährlich mehrere Millionen Euro in die Stadtkasse spülen wird. Der Verlust der Einnahmen durch die Parkgebühren am Deutzer Bahnhof werde mehr als ausgeglichen, teilt Wirtschaftsdezernentin Ute Berg den Fraktionen mit.

Das Herrichten des Grundstücks dürfte teuer werden. Leitungen und Kanäle müssen verlegt werden, Archäologen könnten auf Bodendenkmäler stoßen. Wegen der darunter fahrenden U-Bahn braucht das Gebäude zudem ein spezielles Fundament. Die erhöhten Kosten will die Verwaltung der Westspiel später erstatten, zumindest bis zu einem Betrag von 3,8 Millionen Euro.

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