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Artikel Kölnische Rundschau vom 08.08.2017 Von Marie Breer
 
Mehr als 100 000 Besucher beim Deutzer Straßenfest - Viele Spieleaktionen für Kinder

DEUTZ. Kumm, loss mer fiere - die Besucher des 19. Stadtteil- und Familienfestes in Deutz ließen sich nicht lange bitten. Große und kleine Leute aus Deutz und vielen anderen Veedeln lamentierten dabei auch nicht wirklich über das etwas durchwachsene Wetter, sondern freuten sich an den Live-Auftritten auf zwei Bühnen, am verkaufsoffenen Sonntag und vor allem an den vielen Spielangeboten für die Kinder. Die Pänz stehen bei diesem Fest traditionell ganz besonders im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal wurde jetzt auch der gesamte Schulhof an der Neuhöfferstraße zur Kindermeile. Dort und vor allem entlang der Graf-Geßler-Straße konzentrierten sich die Spielaktionen, und es war wirklich für jeden etwas dabei: Das Abenteuermuseum Odysseum hatte ein Zelt aufgeschlagen und lud zum Experimentieren ein. Schultüten Basteln und Beete bepflanzen gehörten zu den Angeboten und ganz unterschiedliche Kreativangebote wie Malen oder Buttons basteln. Auf der Hüpfburg, am Kletterturm, beim Kistenklettern, beim kleinen Segelkurs an Land und beim Torwandschießen konnten sich die Pänz sportlich austoben.

Zur Freude aller Generationen standen viele Maskottchen für lustige "Selfies" parat wie Hennes vom 1. FC Köln, Sharky von den Kölner Haien, die Baubiber der KVB, der Drache Siggi des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS), Galoppi vom Kölner Rennverein und natürlich der flauschige Tintenklecks Duda, Maskottchen der Kindernachrichten der Kölnischen Rundschau. Sie alle machten bei einer Maskottchen-Parade mit, die es so bislang noch nicht auf dem Deutzer Straßenfest gegeben hat.

Auf den beiden Bühnen am Gotenring und an St. Heribert gab es am Nachmittag und am Abend ein tolles Musikprogramm. Für Stimmung sorgten unter anderem die Bands "Ninety Five" mit Hits aus den 90er Jahren, "Stop the Rock" mit Pop-Rock und "The Beat goes on" mit Musik aus den 60er Jahren. Dazu gab es reichlich kölsche Tön von "Hanak" über die "Band Düx" bis hin zu Marita Köllner. Die Sängerin, bekannt als "et fussich Julche", brauchte wie so oft nicht wirklich eine Bühne, kletterte gleich auf einen der vorderen Tische und nahm ihr Publikum vom ersten Lied an mit: "Ich möch de ganze Dach mit dir durch Kölle spazierejonn".

Der Spaziergang durch Deutz war an den beiden Festtagen schon abwechslungsreich genug. "Das ist ja wirklich Wahnsinn", meinte Elisabeth Sarkowsky aus Essen, die für ein paar Tage Freunde in Köln besuchte. Straßenfeste nach Kölner Art kannte sie bisher nicht. Die Bandbreite der Info- und Verkaufsstände, dazu Kinder-Spielstationen, Musik und ein vielseitiges kulinarisches Angebot - "wunderbar", lautete ihr Urteil. Schön fand sie auch, dass ein Gottesdienst der Kirche St. Heribert auf der Deutzer Freiheit zum Programm gehörte, und dass in der Rheinischen Versorgungskasse ein Familien-Café eingerichtet war mit Getränken, Kaffee, Kuchen und Waffeln für Menschen mit kleinem Budget.

"Es war wirklich gute Stimmung", so das Resümee von Stephanie Martin, die das Fest seit vielen Jahren besucht und in Deutz eine Psychotherapie-Praxis als Heilpraktikerin betreibt. Am Samstag sei es nicht so voll gewesen wie sonst schon mal - manch einem fehlten am ersten Tag wohl doch blauer Himmel und durchgehend Sonnenschein. Dafür ging am zweiten Tag richtig die Post ab.

Die Interessengemeinschaft (IG) Köln-Deutz als Veranstalter hatte für"das größte familienfreundliche Event in den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen", so lautete die Ankündigung, mit mehr als 100 000 Besuchern gerechnet. Diese Erwartung wurde auch erfüllt, wie der IG-Vorsitzende Daniel Wolf auf Anfrage erklärte: "Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen, und vor allem war es super, dass so viele Kinder hier waren."

 

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