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Köln, 2. Mai 2016: Die Zurich Gruppe Deutschland wird ihre Rheinland-Zentrale in die MesseCity Köln verlegen. Den Mietvertrag mit dem Projektentwickler STRABAG Real Estate (SRE) und ECE Projektmanagement unterzeichneten Marcus Nagel, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland sowie Zurich Vorstandsmitglied Horst Nussbaumer gemeinsam mit Rainer M. Schäfer, SRE-Bereichsleiter Köln, und Torsten Kuttig, Managing Director ECE Office & Industries, heute im Beisein von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Damit geht das Projekt nun in die Realisierungsphase. Der Versicherungskonzern wird drei Gebäude des westlichen Teils der MesseCity beziehen, darunter einen rund 60 Meter hohen Turm. Insgesamt sollen rund 2.700 Zurich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der neuen Zurich Zentrale auf etwa 60.000 m² Mietfläche arbeiten.
„Wir freuen uns auf den neuen Standort Rheinland in Köln. Die Zusammenlegung der bisherigen Direktionsstandorte Bonn und Köln in einem modernen Neubau verschafft uns Vorteile bei der Kommunikation untereinander. Wir versprechen uns hiervon die Realisierung zeitgemäßer Arbeitsumgebungen, schnellere Entscheidungsprozesse und eine höhereEffizienz im täglichen Austausch und Miteinander. Zudem ist durch die unmittelbare ICE- und Autobahnanbindung auch unser Direktionsstandort in Frankfurt sehr gut erreichbar“, so Zurich Vorstandschef Marcus Nagel. Mit dem nun abgeschlossenen Mietvertrag kann das Großprojekt MesseCity in die weitere Umsetzung gehen. Es ist geplant, dass die Projektpartnerinnen SRE und ECE bereits in den nächsten Tagen auch den Grundstückskaufvertrag mit der Stadt Köln abschließen. In den kommenden Monaten wird dann der Bauantrag erarbeitet und eingereicht. Unter der Voraussetzung eines zügigen, von der Stadt Köln eng begleiteten Genehmigungsprozesses ist der Beginn der Bauarbeiten mit dem Aushub der Baugrube für 2016 geplant. Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen auf dem MesseCity-Grundstück haben bereits Mitte Februar begonnen. Die Fertigstellung der ersten Gebäude ist für Ende 2019 geplant. Zusammen mit den für den Zurich Konzern vorgesehenen Bauteilen erfolgt auch der Bau der Tiefgarage im westlichen Bereich mit rund 600 der insgesamt geplanten 1.000 Stellplätze der MesseCity.
Der Vertragsunterzeichnung mit der Zurich Gruppe Deutschland vorangegangen war ein Fassadenwettbewerb, bei dem Anfang März die Entwürfe der Architekturbüros KSP Jürgen Engel Architekten (Braunschweig), gmp von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg), Max Dudler Architekt (Berlin) sowie Ortner & Ortner Baukunst (Köln/Berlin)für die Realisierung ausgewählt worden waren. Der nun von Zurich angemietete, westliche Teil des Großprojekts wird nach dem Entwurf von KSP umgesetzt.
Mit der MesseCity Köln entwickeln SRE und ECE auf einem 5,4 Hektar großen Grundstück im rechtsrheinischen Köln-Deutz rund 135.000 m² Geschossfläche. Zwischen dem Eingang Süd der Koelnmesse und dem ICE-Bahnhof Deutz sind sechs 7- bis 16-geschossige Gebäude mit Büroflächen, Hotels, Gastronomie, kleinteiligem Handel für die Quartiersversorgung und gegebenenfalls einem Kino vorgesehen. Neuer Mittelpunkt des Stadtquartiers soll der zentrale Messebalkon werden, um den sich die MesseCity Köln gliedert. Dank des Wechselspiels unterschiedlicher Maßstäbe und Gebäudetypologien sowie der vielen Grünflächen entsteht inmitten von Köln ein urbaner Bezirk, der eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.
STRABAG Real Estate GmbH

Messe-City wird Wirklichkeit

Zurich-Versicherung geht nach Deutz - Hotels und Kino am Standort geplant

Von Simon Lorenz  Kölnische Rundschau 13.08.2015

Der Startschuss für ein 600-Millionen-Euro-Projekt ist gefallen. Mit der Entscheidung der Zurich-Versicherung, die Standorte in Köln und Bonn in Deutz zusammenzuziehen, wird die geplante Messe-City Wirklichkeit.

Auf dem 135 000 Quadratmeter großen Gelände hinter dem Deutzer Bahnhof wird Zurich etwa die Hälfte in Beschlag nehmen und mit gut 2700 Mitarbeitern drei Gebäudekomplexe beziehen. "Wir profitieren von der unmittelbaren Nähe zum ICE-Bahnhof und der ausgezeichneten Anbindung an das Autobahnnetz", erklärt Zurich-Vorstandsmitglied Horst Nussbaumer die Entscheidung für den Standort Deutz. Ende 2018 will die Versicherung die neuen Gebäude beziehen. Baubeginn könnte Anfang 2016 sein.

Dieses Votum hat weitreichende Konsequenzen. Rainer Maria Schäfer vom Projektentwickler der Messe-City, der Strabag Real Estate GmbH, kann mit Zurich als "Ankermieter" Verträge für zwei Hotels auf dem Grundstück finalisieren, für die es "verbindliche Absichtserklärungen" geben habe. Weiteres "Herzensprojekt" auf dem Gelände ist die Einrichtung eines Kinos, teilt Schäfer mit. Auch Gastronomie und Einzelhandel sollen sich dort ansiedeln. Geplant sind wegen der Nähe zum Bahnhof lediglich 1000 Parkplätze in Tiefgaragen. Ein Casino, das an diesem Standort im Gespräch war, sei nach aktuellen Planungen nicht vorgesehen.

Im September wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dem die Gestaltung der Fassade festgelegt wird. Die Struktur der Gebäude wird stark dem Entwurf ähneln, der als Konzept bereits in einen Bebauungsplan gegossen wurde. Details zum Gebäude werden zwischen Zurich und Strabag aber noch verhandelt. Dagegen sind weitreichende Bebauungspläne für das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der Schanzenstraße in Mülheim Makulatur. Beim Eigentümer, der Osmab 2. Projekt GmbH, war die Stimmung entsprechend gedrückt. Man wolle sich nun sammeln und dann ab nächster Woche gemeinsam mit der Stadt überlegen, wie es mit dem Gelände weitergehen könnte. Die Linke, die Grünen und die Bürgerinitiative "Rettet Mülheim 2020" frohlocken, dass der Plan, der einen Büroriegel und einen zehnstöckigen Turm vorgesehen hatte, vom Tisch sei und die Bürger an der weiteren Entwicklung beteiligt werden könnten. Die Bürgerinitiative etwa favorisiert für das Gebiet eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe, ähnlich äußern sich die Sozialdemokraten. Die CDU sieht ein "richtiges Signal für die Zukunft von Deutz".

Bei Zurich ist man derweil bei den Planungen über die Zukunft der alten Gebäude in Bonn und in Köln an der Riehler Straße. Derzeit gibt es Gespräche mit potenziellen Käufern. Zurich will die Gebäude für drei bis maximal sechs Jahre zurückmieten.

 

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