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Deutz, 27.05.2017

Pläne für das Bauprojekt „Cologneo I“ auf dem ehemaligen KHD-Gelände vorgestellt

VON HOLGER HOECK Kölnische Rundschau 26.05.2017

Spätestens ab 2021 wird der zwischen Mülheimer Hafen, Rheinboulevard und der Messe Köln gelegene Standort noch lebendiger und vielfältiger. Aktuell entwickelt der Eigentümer des Geländes, die CG Gruppe AG, hier ein neues Quartier, das dann für Studenten, junge Familien, Unternehmer und jung gebliebene Senioren zur neuen Heimat werden soll. Die Pläne dazu wurden nun in den Räumen des Unternehmens an der Deutz-Mülheimer Straße 129 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für ein Investitionsvolumen von annähernd 350 Millionen Euro soll „Cologneo I“ entstehen. „Wir möchten auf einer Wohnfläche von fast 34 000 Quadratmetern rund 500 Klein- und Großwohnungen mit 1500 Pkw-Stellplätzen schaffen. Ferner soll sich auf einer Nutzungsfläche von 60 000 Quadratmetern unterschiedliches Gewerbe ansiedeln“, erläutert CG-Vorsitzender und Namensgeber Christoph Gröner. Er zeigt sich zuversichtlich, die anvisierte Zielmiete von durchschnittlich 14 Euro pro Quadratmeter erreichen zu können. „Unser Motto lautet: Günstig, intelligent, ökologisch, zukunftsweisend. Unter günstig verstehen wir, bezahlbaren Wohnraum zu errichten, so dass sich niemand in seinem Lebensstil einschränken muss.“ Um die Infrastruktur auch für Anwohner der Deutz-Mülheimer-Straße und der benachbarten Stegerwaldsiedlung zu verbessern, soll ein Nahversorgungszentrum entstehen, von dem auch die Mitarbeiter der geplanten Bürogebäude, eines Hostels und der sechszügigen Kindertagesstätte profitieren sollen. „Die Kita in der ehemaligen ,Villa Charlier’ ist das erste Gebäude, das wir, pünktlich zum Schuljahr 2018/19, eröffnen wollen“, sagt die projektverantwortliche Niederlassungsleiterin Birgit Schafranitz.

Um die Bedeutung des Standorts deutscher Industrie-geschichte zu wahren, sollen auch nicht unter Denkmal-schutz stehende Gebäude möglichst erhalten bleiben.„Das Gelände ist Teil der Kölner Stadtgeschichte. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und möchten daher dem Standort seine Identität lassen. Altes mit Neuem zu verbinden, lautet unsere Devise“, betont Gröner. Sofern es die Statik der Altbauten nach der Sanierung zulässt, sind auch Aufstockungen nicht ausgeschlossen. Dominique Peer Steiner, Mitarbeiter im Stadtplanungs-amt, zeigte sich über die Initiative des Unternehmens erfreut. „Köln hat viele Brachen und ungenutzte Gebiete. Wir sind froh, diese Gebäude durch das Engagement der CG Gruppe erhalten zu können und zudem dringend notwendigen Wohnraum zu schaffen.“ Der frühere Geländeeigentümer Helmut Raßfeld, heute selbstständiger Projektentwickler, wies jedoch auf die dringend notwendige Optimierung der Verkehrsanbindung hin. „Wir sollten nicht für noch eine zusätzliche Belastung der mit Autos überfüllten Innenstadt sorgen. Um für eine Entlastung einen Beitrag zu leisten, muss hier eine Straßenbahn- oder zumindest Busverbindung geschaffen und das Radfahrnetz ausgebaut werden. Auch über E-Mobilität und Modelle wie die gemeinsame Nutzung eines Autos durch mehrere Haushalte sollte nachgedacht werden“, so Raßfeld.

Ausschnitt aus Kölner Stadtanzeiger vom 20.02.2017 ( von Uwe Schäfer )

Mülheimer Süden Entwicklungsgebiet der ehemaligen Deutz AG wird „Otto-Langen-Quartier"

Mülheim - Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein Teil des neuentstehenden Mülheimer Südens - das Entwicklungsgebiet der ehemaligen Gießerei der Deutz AG - die Bezeichnung „Otto-Langen­Quartier" erhalten soll.

Damit entsprachen die Eigentümer wie NRW Urban, die Politik und Vertreter der Deutz AG Forderungen von Denkmalpflegern und Bürgern. Diese machten darauf aufmerksam, dass gerade auf dem Areal die „Wiege der weltweiten Motorisierung" stand.

Ursprünglich planten beteiligte Architekten und der Eigentümer des größten Anteils der Fläche NRW Urban, das Areal nach dem Berliner Architekten Bruno Möhring zu benennen.

Foto Volker Dennebier

03.04.2017 Mülheim Süd /Cologneo I. Die ersten Arbeiten haben begonnen.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Köln-Mülheim deutsche Industriegeschichte geschrieben. Das Gelände, auf dem einst rd. 33.000 Menschen Motoren, Maschinen und Industrieanlagen für den Weltkonzern Klöckner-Humboldt-Deutz fertigten, ist heute ein kreativer Hotspot, auf dem 250 Künstler, Musiker und Designer sowie Handwerker arbeiten. In Zukunft wird der zwischen Mülheimer Hafen, Rheinboulevard und der Messe Köln gelegene Standort noch lebendiger und vielfältiger: Bis 2020 entwickelt die CG Gruppe hier ein neues Quartier, das neben den alteingesessenen Kreativen auch Studenten, junge Familien, Start-up Unternehmern und jung gebliebenen Silver Agern Raum bieten wird.

Geplant sind neben Wohnungen verschiedener Größen ein Hostel, Gastronomie, Regional- und Kunstmärkte, Coworking-Spaces für Startup-Unternehmen, Galerien, Designläden sowie ein Parkhaus mit Urban Gardening. Wo einst der Grundstein der Motorisierung gelegt wurde, sind heute die Künstler der Motor, der die Entwicklung der Rheinuferzone vorantreiben wird. Text CG Gruppe

Cologneo I

KÜNSTLERISCH INSPIRIERT

Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Köln-Mülheim deutsche Industriegeschichte geschrieben. Das Gelände, auf dem einst rd. 33.000 Menschen Motoren, Maschinen und Industrieanlagen für den Weltkonzern Klöckner-Humboldt-Deutz fertigten, ist heute ein kreativer Hotspot, auf dem 250 Künstler, Musiker und Designer sowie Handwerker arbeiten. In Zukunft wird der zwischen Mülheimer Hafen, Rheinboulevard und der Messe Köln gelegene Standort noch lebendiger und vielfältiger: Bis 2020 entwickelt die CG Gruppe hier ein neues Quartier, das neben den alteingesessenen Kreativen auch Studenten, junge Familien, Start-up Unternehmern und jung gebliebenen Silver Agern Raum bieten wird.

Geplant sind neben Wohnungen verschiedener Größen ein Hostel, Gastronomie, Regional- und Kunstmärkte, Coworking-Spaces für Startup-Unternehmen, Galerien, Designläden sowie ein Parkhaus mit Urban Gardening. Wo einst der Grundstein der Motorisierung gelegt wurde, sind heute die Künstler der Motor, der die Entwicklung der Rheinuferzone vorantreiben wird.

Text CG Gruppe

Animation CG Gruppe

Mülheim-Süd und Mülheimer Hafen in Köln-Mülheim, 216. Änderung des Flächennutzungsplans.

Information zur Planung

Mittels eines städtebaulichen Werkstattverfahrens wurde das Planungskonzept "Mülheimer Süden inklusive Hafen" entwickelt, das eine städtebauliche und freiraumplanerische Perspektive für dieses große Konversionsgebiet aufzeigt. Durch die Mischnutzung sowie die Schaffung einer neuen Ortsmitte mit ansprechender Platzgestaltung soll ein belebtes und urbanes Quartier - so das Ergebnis aus dem Werkstattverfahren - entstehen.  

Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan (FNP) ist der Änderungsbereich überwiegend als Industriegebiet (GI) dargestellt. Im nordöstlichen Bereich entlang der Deutz-Mülheimer Straße ist ein schmaler Streifen als Gewerbegebiet (GE) dargestellt.  

Zur Realisierung bedarf es der Schaffung planungsrechtlicher Voraussetzungen auf der Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung. Die vorliegende Änderung überträgt die Ergebnisse der vorangegangenen Beteiligungs- und Werkstattverfahren in eine bauleitplanerische Darstellung.  

Zur anschließenden Schaffung des Baurechts werden aus dieser FNP-Änderung für die einzelnen Quartiere Bebauungspläne aufgestellt (Lindgens-Areal, Euroforum West, Deutz-Areal, Gießerei-Gelände), die sich in unterschiedlichen Verfahrensständen befinden und durch diese FNP-Änderung in ihrem stadträumlichen Kontext dargestellt werden. Für das Lindgens-Areal ist eine singuläre Änderung des FNP (208. Änderung) in Vorbereitung. Im landseitigen Änderungsbereich sind die Voraussetzungen für eine gemischte Nutzung aus Wohnen und nicht störendem Gewerbe zu schaffen. Entsprechend soll der Großteil des Änderungsbereichs künftig als gemischte Baufläche (M) nach § 1 Absatz 1 BauNVO dargestellt werden.  

Für den Mülheimer Hafen wird die besondere Bedeutung für die Binnenschifffahrt und Bundeswasserstraße als Schutzhafen, Liegeplatz und Werft-Facilitäten durch eine Darstellung als Sonderbaufläche mit Zweckbestimmung dokumentiert.

Stadt Köln
Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

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