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Köln-Mülheim, 03.11.2016

Stadt stellt Planungen für Möhring-Quartier vor - Öffentlichkeitsbeteiligung bis 11. November

VON RENÉ DENZER  Kölnische Rundschau

MÜLHEIM. Lange Zeit hat das Areal zwischen Auenweg, Deutz-Mülheimer-Straße und dem Grünzug Charlier im Dornröschenschlaf verbracht. Das soll sich ändern. Die Stadt plant, auf dem rund 5,9 Hektar großen Gelände Wohnungen und Gewerbeflächen zu bauen. Was genau sie dort plant, hatte sie jüngst bei einer Bürgerveranstaltung im New Yorker/ Dock One vorgestellt.

So ist für das "Möhring-Quartier" benannte Areal der ehemaligen Gießerei der Deutz AG sowie für das vorgelagerte Gebäude der früheren Hauptverwaltung des Motorenherstellers vorgesehen, dass Teile der Bestandsgebäude erhalten bleiben. Neben dem lang gezogenen, dreigeschossigen Gebäuderiegel entlang der Deutz-Mülheimer Straße gehört auch die zweigeschossige Möhring-Halle dazu. Für letztere ist Namensgeber der Architekt Bruno Möhring, der 1902 für die Kunst und Gewerbeausstellung in Düsseldorf eine Industriehalle gebaut hatte, die später in Mülheim wieder aufgebaut wurde. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Für einige Bürger war gerade dieser Punkt besonders wichtig. Die Frage nach einem Technikmuseum wurde ebenso gestellt wie die, was mit den "industriearchäologischen Resten" passiere. Schließlich habe hier Nicolaus August Otto 1864 das erste Motorenwerk der Welt gebaut, betonte ein Bürger. Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs erklärte, dass der Stadtentwicklungsausschuss dafür zuständig sei, welche Gebäude erhaltenswert seien. Einem Technikmuseum steht er positiv gegenüber: "Das will ich auch."

Ein Bürger beschwerte sich, dass die Planungen zu wenig Visionen hätten. Was bei Jens Kohnen von der NRW.Urban GmbH & Co. KG, der als hundertprozentiges Beteiligungsunternehmen des Landes NRW 4,5 Hektar der Fläche gehören, für Erstaunen sorgte: "Wir werden hier ein Stück Stadt neu bauen, das ist eine wunderbare Sache."

Die Planungen sehen vor, bezahlbaren Wohnraum für Familien, Studenten und ältere Menschen zu schaffen, so der Projektleiter. Auch sollen Betriebe aus Kunst und Kultur, Gastronomie und ein Hotel angesiedelt werden. "Ergänzt wird dieser Nutzungsmix durch Dienstleistungs- und kleinere Gewerbebetriebe." Eine Kita und öffentliche Spielbereiche sind ebenfalls vorgesehen. Über öffentliche Grünzüge soll das Quartier mit dem Mülheimer Hafen,dem Rheinufer und umliegenden Quartieren verbunden werden.

Elke Müssigmann vom Stadtplanungsamt betonte, dass es jetzt "Gesetz der Stunde" sei, die Fläche aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Sie beantwortete auch die an Jens Kohnen gerichtete Frage eines Bürgers, ob der Steuerzahler diese Entwicklung des Areals finanziere. "Meiner Auffassung nach ist das gut investiertes Steuergeld."

Meiner Auffassung nach ist das gut investiertes Steuergeld.

Elke Müssigmann Stadtplanungsamt

ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG

Bis Freitag, 11. November, können sich Bürger auf dem Postweg an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Mülheim, Norbert Fuchs, Bezirksrathaus Mülheim, Wiener Platz 2a, 51065 Köln, oder per E-Mail an norbert.fuchs@stadt-koeln schriftlich zu dem Planungskonzept äußern.

Neben dieser üblichen Form der Öffentlichkeitsbeteiligung erprobt die Stadt mit dem "Möhring-Quartier" gleichzeitig ein neues Verfahren .

Bei dem neuen Service können Bürger sich über das Internet zu diesem Projekt äußern sowie ihre Anregungen, Hinweise und Vorschläge per Tastatur und Mausklick abgeben.

Auf der Internetseite der Stadt wird das Plangebiet in Form einer interaktiven Karte dargestellt. Die Kommentare können in dem Plan exakt der betreffenden Örtlichkeit zugeordnet und eingefügt werden. Dieser Service funktioniert auch bei mobilen Geräten.

Das neue Online-Verfahren läuft zeitlich wie die übliche Form der Öffentlichkeitsbeteiligung für das Bebauungsplanverfahren.

Telefonische Auskünfte zu dem städtebaulichen Konzept für das "Möhring-Quartier" gibt das Stadtplanungsamt zu den üblichen Bürozeiten unter der Rufnummer 02 21/221 327 85. (rde)

www.stadt-koeln.de/online- beteiligung-moehring-quartier

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