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Ellmühle zieht 2020 nach Krefeld um Verlagerung aus Deutz in den Niehler Hafen scheiterte. Nun zieht sie doch ganz von Köln weg: Die Ellmühle, mit ihrem
„Sonnenstern“ über Jahrzehnte markantestes Gebäude im Deutzer Hafen, hat in Krefeld einen neuen Standort gefunden.Damit endet 2020 die traditionsreiche Kölner Geschichte des Mühlenbetriebes. Ausschnitte Kölnische Rundschau vom 29.03.2017

DEUTZER HAFEN Vom Bau der Rewe Konzernzentrale hängt ab,wann die übrigen Gebäude entstehen.

Artikel Kölnerstadtanzeiger 29.03.2017

VON TIM ATTENBERGER

Die Umgestaltung des Deutzer Hafens zu einem Wohn- und Büro-quartier hat mit der Ankündigung des Rewe-Konzerns, den Bau einer neuen Zentrale im Süden des Geländes zu prüfen, an Fahrt aufgenommen. Es handelt sich um das erste konkrete Vorhaben, seit das Kopenhagener Architektenbüro Cobe im Herbst 2016 den Ideen-wettbewerb für das Areal gewann.
Die Rewe-Zentrale soll der maßgebliche Baustein werden, da sie auf den Baufeldernentlang der Bahngleise entstehen würde. Weil der Zugverkehr für eine extreme Lärmbelastung sorgt, soll das neue Gebäude als eine ArtPuffer dienen. „Wir können im Deutzer Hafen baurechtlich erst dann Wohnungen bauen, wenn diese Situation geklärt ist“, sagt Andreas Röhrig, Geschäftsführer der Stadttochter Moderne Stadt, die sich um die Neuentwicklung im Deutzer Hafen kümmert. Umso wichtiger sei es, einen zuverlässigen Partner ge-

funden zu haben. „Ich freue mich richtig darüber,weil Rewe sehr gut in den Hafen passt“, sagt Baude-zernent Franz-Josef Höing.
Baubeginn frühestens 2024
Das bedeutet allerdings auch, dass Rewe ab sofortden Takt vorgibt. Die neue Zentrale soll frühestens 2024 realisiertwerden. Vordiesem Zeitpunkt kann also im Deutzer Hafen keine einzige Wohnung entstehen. Röhrig weist zudem darauf hin, dass 2024 ein ambitioniertes Ziel wäre. „Wenn wir das schaffen würden, wären wir wirklich schnell“, so der Moderne-Stadt-Chef. Es sei allerdings möglich, parallel zum Rewe-Projekt bereits Wohnhäuser zu planen, die dann

 

 

später nur noch gebaut werden müssen. Auf dem Areal sind Woh-

nungen für 4500 Menschen davon ein Drittel Sozialwohnungen und Büroflächen für 5000 Arbeitsplätze geplant. Das Cobe-Konzept sieht vor, dass entlang des 1000 Meter langen Hafenbeckens möglichst viele verschiedene Gebäude entstehen sollen. Rewe kann daher kein einzelnes großes Haus bauen. Man müsste die Zentrale stattdessen auf mehrere benachbarte Gebäude verteilen.
Good Mills geht nach Krefeld
Aus Sicht der Stadtentwickler wäre Rewe auch deshalb ein idealer Partner,weil das Unternehmen die komplette Spanne seines Angebots zeigen könnte. Dazu gehörten neben einem Supermarkt auch andere innovative Ladenkonzepte. Denkbar wäre zum Beispiel eine Idee wie jene des Hamburger Unilever-Gebäudes in der Hafen-City, das öffentlich zugänglich ist und in dem sonntags ein Flohmarkt stattfindet.
Während sich Rewe zum Standort Köln bekennt, wird ein anderes Unternehmen die Stadt nach mehr als 100 Jahren verlassen. Good Mills hat die Ellmühle im Deutzer Hafen an die Stadt verkauft und wird 2020 in den Krefelder Hafen umziehen. Man habe sich gegen den Niehler Hafen entschieden, weil man ein Grundstück dort nur hätte pachten können. In Krefeld sei ein Kauf möglich gewesen.
SPD und Linkehatten im Sommer 2016 einen Antrag gestellt, um Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu beauftragen, sich aktiv für den Erhalt der 50 Arbeitsplätze der Ellmühle in Köln einzusetzen. CDU,Grüne und FDP lehnten das damals ab.

 

 

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