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Fünf Architektenteams stellen erste Entwürfe zur Entwicklung des Deutzer Hafens vor

Von Ronald Larmann Kölnische Rundschau 11.06.2016

Als lägen dort noch Schiffe vor Anker. Die Schweizer Architekten Diener und Diener haben drei schiffförmige Strukturen in das Becken des Deutzer Hafens projiziert - in denen etwa eine Kita, eine Kulturnutzung oder schwimmende Gärten aufgenommen werden könnten. Es ist eine Idee, wie man das Hafenbecken aktivieren könnte, wenn dort einmal keine Hafennutzung mehr ist, sondern drum herum ein Quartier für Wohnen und Arbeiten geworden ist.

Gestern stellten fünf internationale Planerteams ihre Ideen für den Deutzer Hafen der Öffentlichkeit vor. "Jetzt gilt es, daraus die Potenziale herauszuarbeiten", sagt Andreas Röhrig, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft "moderne stadt". Er wird heute mit dem Begleitgremium erste Rückmeldungen an die Teams geben. Ab 13.30 Uhr können Bürger in der Essigfabrik, Siegburger Straße 101, mit diskutieren.

Es gibt dabei neben schwimmender Kita auch weitere Ideen für das Becken. Die Kölner Architekten trint + kreuder haben eine Ponton-Struktur vorgeschlagen. Zur Südbrücke hin schließen sie das Quartier mit einem bananenförmigen Gebäude, das als Parkhaus auch den Lärm der Brücke aussperren könnte. "Nach dem Motto: Wir gucken zum Dom und nicht in den Rückspiegel", so Baudezernent Franz-Josef Höing, der deutlich machen möchte, dass die Architekten für das Quartier ein klares Vorne und Hinten definiert haben. Lorenzen Architekten (Kopenhagen/Berlin) haben einen entgegengesetzten Entwurf vorgelegt. Dort wird der Grüngürtel, der linksrheinisch durch die Parkstadt Süd bis an den Rhein fortgesetzt werden soll, mental auf die andere Seite verlängert - und so zum zweiten Eingang ins Quartier. Lorenzen arbeitet mit viel Grün und schlägt sogar einen Central Park am Becken vor, ohne die Bebauung direkt dort angrenzen zu lassen.

Scheuvens und Wachten (Dortmund) sind für eine klare Gebäudekante am Becken und greifen die Idee eines Parks in der Spitze der Poller Wiesen Landzunge vor.

Cobe aus Kopenhagen haben als Idee eine Collage aus Bauwerken eingebracht, die in einem klaren Korsett aus Baufeldern entstehen könnten. Eine Erschließung wollen sie nicht über die Alfred-Schütte-Allee führen, sondern über eine eigene Straße im Quartier. Die Bürger und Planer haben also viel Auswahl für den weiteren Prozess.

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