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Neues Veedel mit fünf Quartieren

Kopenhagener Architektenbüro "cobe" gewinnt Wettbewerb um Deutzer Hafen

Von Ingo Schmitz  Kölnische Rundschau 26.09.2016

Kräne stehen zwischen den Wohngebäuden. Sie haben zwar schon etwas Rost angesetzt, aber es sieht dennoch so aus, als könnte hier noch jederzeit ein Schiff seine Fracht löschen lassen. Das neue Veedel verleugnet seine Geschichte nicht. Und genau das ist es, was die Jury beim Architektenwettbewerb um den Deutzer Hafen für den Entwurf des Kopenhagener Büros "cobe" eingenommen hat.

Das Verfahren

Wettbewerb trifft es nicht. Jury auch nicht. Es war vielmehr ein großangelegtes Beteiligungsverfahren, das zu dem Entwurf von "cobe" führte. In Workshops haben sich Bürger einbringen können. Ein Begleitgremium, zusammengesetzt aus Delegierten des Rates, der städtischen Entwicklungsgesellschaft "moderne stadt", aus Architekten und dem Hamburger Oberbaudirektor Jörn Walter, stand im Austausch mit den Bewerbern.

Die Entscheidung

So verwundert es nicht, dass Jörn Walter bei der Entscheidungsverkündung sagte, der Entwurf von "cobe" haben bei einer Zwischenpräsentation im Juni noch "diffus" gewirkt. Durch die Begleitung habe er aber an Kraft und Struktur gewinnen." Fertig sei er dennoch nicht. "Das Kopfende des Hafenbeckens - dieser ganz besondere Ort - ist noch nicht genug definiert." Das Verkehrskonzept dürfe nicht zu eng für Fahrräder gemacht werden.

Bebauung

Im Deutzer Hafen sollen Wohnen, Arbeiten und Freizeit nebeneinander stattfinden. "cobe" hat das Areal in fünf Quartiere aufgeteilt. Zur Siegburger Straße hin nimmt die Bauhöhe zu. Die Gebäude dienen dort als Schallmauer. In ihnen sollen vor allem Dienstleister unterkommen. Für die Erdgeschosse sind Märkte und Restaurants angedacht. Die Wohnviertel konzentrieren sich auf der Rheinseite.

Verkehr

Der Deutzer Hafen soll über eine "Schleife" erschlossen werden. Über die Siegburger Straße geht es am Ende des Hafenbeckens vorbei zu den flutbaren Tiefgaragen unter den Wohnblöcken auf der Rheinseite. Nur so geht es auch wieder raus. Die denkmalgeschützte Drehbrücke wäre damit vom Pkw-Verkehr befreit.

Freizeit

Blickfang beim Entwurf von "cobe" ist das Schwimmbecken am Hafenende, umkränzt von Sitzreihen. Ein Hingucker ist auch die Grünanlage im Bereich des alten Löschkrans. Spielplätze in den Quartieren sind eingeplant

Die Ellmühle

Dass sie von der städtischen Entwicklungsgesellschaft gekauft werden soll, wurde bei den fünf Wettbewerbsbeiträgen nicht mitgedacht. Die Fläche der Ellmühle könne aber jederzeit im Sinne des Gewinnerentwurfs überplant werden, sagt Kölns Baudezernent Franz-Josef Höing.

Realisierung

Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es nicht. Ein Baubeginn vor 2020 scheint aber vollkommen unrealistisch. Ein erster Schritt wäre, einen Investor für den Deutzer Hafen zu finden. Experten gehen von einem Finanzvolumen nicht unter 300 Millionen Euro aus.

DEUTZER HAFEN

Rund 4500 Einwohner sollen einmal im Deutzer Hafen wohnen. 30 Prozent der Wohnfläche soll öffentlich gefördert werden.

Die Planer gehen davon aus, dass auf dem Areal bis zu 5000 Arbeitsplätze entstehen können. Die Landfläche beträgt 240 700 Quadratmeter , die Wasserfläche 123 700 Quadratmeter. 74 Prozent der Flächen gehören noch der HGK. Die weitere Fläche teilt sich auf vier Privatbesitzer. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Betreiber der Ellmühle ihren Betrieb verlagern wollen. Die Stadt wird das Areal kaufen. (ngo)

 

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