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Das neue Gesicht des Rechtsrheinischen

STADTENTWICKLUNG Viele Großprojekte in Mülheim, Kalk und Deutz–Moderne Architektur in einstigen Industrievierteln

VON TIM ATTENBERGER Kölner Stadtanzeiger 27.12.2014

Das rechtsrheinische Köln wird sich in den kommenden Jahren radikal verändern. Früher war dieser Teil der Stadt vor allem von Industrie geprägt. In Zukunft soll moderne Architektur den Stadtteilen von Mülheim bis Poll ein neues Gesicht verleihen. Vor allem die Stadt treibt die Entwicklung des Rechtsrheinischen voran, um Wohnraum für die 50 000 Einwohner zu schaffen, um die Köln bis 2030 wachsen soll.

Zuletzt stellten Oberbürgermeister Jürgen Roters und Baudezernent Franz-Josef Höing den Deutzer Hafen (1) als Neubauprojekt vor. Auf dem Areal neben der Ellmühle sollen Wohnungen für 4500 Menschen sowie 5000 Arbeitsplätze entstehen. Wenn alles gut läuft, soll das erste Gebäude bereits 2018 bezugsfertig sein.

Dem Stadtquartier kommt auch deshalb eine große Bedeutung zu, weil 30 Prozent geförderte Wohnungen entstehen sollen, so dass auch Einkommenschwächere dort leben können. „Es geht nicht um einen Edel-Standort“, sagt Höing. Der Ideenwettbewerb soll im Herbst 2015 starten. Im kommenden Jahr könnte ein erster Höhepunkt eröffnen: Der Rheinboulevard (2) inklusive der 500 Meter langen Freitreppe soll dann fertig sein. Schon jetzt ist die Tribüne mit Blick auf die Altstadt gut zu erkennen. Sie wird vor allem im Frühling und Sommer für Kölner und Touristen ein Treffpunkt werden. Nicht weit entfernt lädt der aufwendig umgestaltete Ottoplatz (3) vor dem Deutzer Bahnhof zum Verweilen ein. Das neue Musical-Theater im Staatenhaus (4) soll ebenfalls ein Anziehungspunkt im Rechtsrheinischen werden. Die Stadt geht nach mehreren Verzögerungen davon aus, dass es Mitte 2017 in Deutz endlich losgehen kann. Bis dahin bleibt der Musical Dome am Breslauer Platz bestehen. In direkter Nachbarschaft will die Kölner Messe (5) ihr Gelände im Rahmen eines Masterplans bis 2030 grundlegend sanieren. In der ersten Phase soll die 10 000 Quadratmeter große „Halle 1 Plus“ am Auenweg gebaut werden, die während der Umbauzeit als Ausweichfläche genutzt werden wird. Nebenan wollen die Verantwortlichen ein Kongresszentrum für bis zu 4000 Besucher errichten, um weiteren Platz für Veranstaltungen mit Messebezug zu schaffen. Ein überdachtes Terminal neben dem bestehenden Boulevard soll von den Nord- bis zu den Südhallen als zentrale Verteilerfläche zwischen den Eingängen West und Ost dienen. Die Gesamtkosten werden bei rund 600 Millionen Euro liegen.Im Mülheimer Süden (6) könnten bis zu 2000 Wohnungen entstehen, was Platz für rund 5000 Menschen bedeuten würde. Das Werkstattverfahren für das 70 Hektar große Areal rund um die alten KHD-Gießereihallen ist abgeschlossen. Da viele Eigentümer über die Grundstücke verfügen, muss Baudezernent Höing noch zahlreiche Gespräche führen. In einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren könnte das neben dem Deutzer Hafen zweite große neue Stadtquartier wohl realisiert werden. Auf dem Areal des ehemaligen Barmer Viertels zwischen der Gleistrasse des Deutzer Bahnhofs im Süden und den Hallen der Messe im Norden soll das Neubaugebiet Messe-City (7) entstehen. Zunächst sollten dort Hochhäuser gebaut werden. Da das den Weltkulturerbe-Status des Doms gefährdet hätte, wurden die Pläne jedoch verworfen. Aktuell wollen die Projektentwicklungsunternehmen Strabag aus Köln und ECE aus Hamburg Bürogebäude für 5000 Menschen errichten. Hinzu kommt eine Mischung aus Hotelnutzung, Gastronomie und Einzelhandel. 2017 könnten möglicherweise die ersten Räume bezogen werden. Auf dem ehemaligen CFK-Gelände in Kalk und einigen angrenzenden Grundstücken ist mit dem Deutzer Feld (8) ein weiteres Neubaugebiet geplant. Feuerwehr, ADAC, der städtische WohnunskonzernGAG, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB), die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und zwei Immobiliengesellschaften gehören zu den künftigen Nutzern. Frühestens 2017 wird das denkmalgeschützte Ingenieurwissenschaftliche Zentrum der Fachhochschule (9) mehreren Neubauten weichen. Bereits 2015 wird neben dem Hochhaus des Tüv Rheinland in Poll (10) ein achtgeschossiges Nachbargebäude entstehen.

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