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Bau der Freitreppe des Rheinboulevards in Köln Deutz

Baustellenbilder Rheinboulevard UPDATE 21.09.2017

 

Foto Volker Dennebier
Foto Volker Dennebier

Deutz, 02.05.2017 Ehrungen für Deutz. In Köln Deutz werden 2 Projekte mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2017 ausgezeichnet. Der Rheinboulevard und der Ottoplatz. Gleich drei städtebauliche und landschaftsplanerische Projekte der Stadt Köln werden 2017 mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet. Der Erste Preis im Wettbewerb geht an den Rheinboulevard in Köln-Deutz (Entwurfsverfasser Maik Böhmer, Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin). Der Rheinboulevard wird mit der höchsten Auszeichnung für Landschaftsarchitektur, dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2017, ausgezeichnet. Damit ehrt der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten beispielhafte Projekte der zeitgemäßen, sozial und ökologisch orientierten Freiraum- und Landschaftsplanung. Die Preisverleihung findet am 29. September 2017 im Allianz Forum am Pariser Platz in Berlin statt.  

Außerdem werden weitere zwei herausragende Planungsleistungen bedacht und damit ihre ästhetisch anspruchsvollen und innovativen Lösungen gewürdigt: Für die Kategorie "Licht im Freiraum" wird der L.-Fritz-Gruber-Platz in der Innenstadt ausgezeichnet (Entwurfsverfasser scape Landchaftsarchitekten, Düsseldorf). In der Kategorie "Landschaftsarchitektur im Detail" bekommt der Ottoplatz in Deutz eine besondere Ehrung (Entwurfsverfasser bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin).  

Diese Entscheidungen hat das elfköpfige Preisgericht unter Leitung der Juryvorsitzenden Ursula Hochreich (Landschaftsarchitektin bdla, lohrer.hochrein, München) auf seiner Sitzung am vergangenen Freitag, 28. April 2017, im Deutschen Architektur Zentrum in Berlin getroffen. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fotos 25.Januar 2017  Rheinboulevard Köln Deutz

Video und Luftbilder und Fotos folgen wenn es etwas grüner ist !!!

Deutz, 05.05.2017 Rheinboulevard: Shisha-Verbot und mehr Polizei
30 Einsatzkräfte bei schönem Wetter
– Ermittlungsgruppe gegründet – Stadt und Polizei machen ernst: Das Shisha-Rauchen wird auf dem Rheinboulevard
verboten. Dies ist ein erstes Ergebnis des Treffens der Behörden gestern. Außerdem soll konsequent gegen Wildpinkler vorgegangen werden, das Vergehen
wird mit 60 Euro sanktioniert. Die Polizei wird ab heute mit deutlich mehr Kräften
auf Streife gehen, an schönen Tagen mit 30 Beamten in gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt.Der Rheinboulevard soll ausgeleuchtet
werden, zumindest für eine gewisse Zeit. Und: Es soll Hinweisschilder geben, sie sollen den Menschen verdeutlichen, was erlaubt ist – und was nicht.Außerdem
hatten sich zahlreiche Anwohner bei der Polizei über Ruhestörungen und bei der Stadt über Wildpinkler beschwert.
Die Stadt denkt deshalb nun darüber nach, dort Toilettenhäuschen aufzustellen.
Auch weitere Mülleimer sollen folgen. Auszug Kölnische Rundschau 05.04.2017

Deutz, 21.12.2016 Bis auf die frisch eingesäten Rasenflächen ist nun die gesamte Anlage zugänglich.

Die Stadt Köln hatte am 19. Dezember 2016, den Rheinboulevard am Deutzer Rheinufer technisch abgenommen. Damit steht die gesamte Anlage mit der Freitreppe und dem darüber liegenden eigentlichen Boulevard der Bevölkerung zur Verfügung. Eine Ausnahme machen lediglich zwei frisch eingesäte Rasenflächen, auf denen wegen der Jahreszeit noch nichts wächst. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen bittet, diese besonders in der Silvesternacht nicht zu betreten.

Für die Wege – Boulevard und Panoramaweg – in diesem dritten Bauabschnitt des Rheinboulevards hat die Stadt Köln rund 5.500 Quadratmeter großflächige Betonplatten verbaut und in den Zugangsbereichen 2.300 Quadratmeter Naturstein, außerdem legte sie 2.100 Quadratmeter unbefestigte Wege und 6.700 Quadratmeter Rasen an. Auf einer Mauer an der Landseite wurden 40 laufende Meter Bänke mit und ohne Rückenlehne in vier Gruppen montiert.

Den Boulevard säumt eine doppelte Reihe von japanischen Schnurbäumen, am Übergang zur Hermann-Pünder-Straße stehen Kastanien und auf den Rasenflächen Robinien. Insgesamt zieren den Rheinboulevard rund 60 neue Bäume.

Deutz, 04.08.2015. Video Das Deutzer Ufer 2006 aus meinem Archiv. Der heutige Rheinboulevard 2015. Alle Rechte Volker Dennebier.

Im Sommer 2010 erfolgte der erste Spatenstich. Beim Abtragen eines alten Bahndamms und der Komplettierung des Hochwasserschutzes traten archäologische Funde zutage, die von einer mindestens 1.700-jährigen Siedlungsgeschichte im rechtrheinischen Innenstadtgebiet zeugen und in einem „Historischen Park Deutz“ (externer Link ) präsentiert werden sollen.

 

Dr. Marcus Trier, Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, stellte im Folgenden die aktuellen Zwischenergebnisse der bisherigen Ausgrabungen am Deutzer Rheinufer noch einmal vor: Auf dem Areal des ehemaligen Römerkastells des frühen 4. Jahrhunderts befinden sich 1700 Jahre Deutzer Geschichte. Es ist Keimzelle des rechtsrheinischen Köln und dieses Stadtteils und seiner Identität: Hier liegen die Grundmauern der ältesten Deutzer Pfarrkirche Alt St. Urban (9 Jh.), der mittelalterliche Wehrturm der Grafen von Berg (?), die alten Gewölbekeller  ( interner Link )der im 11. Jahrhundert, durch den als Heiligen verehrten Kölner Erzbischof Heribert, gegründeten gleichnamigen Abtei, Wirkungsstätte des großen mittelalterlichen Theologen und Mystikers Rupert von Deutz, die Preußische Garnison und der Kopfbahnhof der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn. Die Archäologen, so Dr. Trier, waren überrascht über den Umfang der Funde aus den verschiedenen Epochen und deren unerwartet guten Erhaltungszustand.

Deutz, 13.07.2015 Teileröffnung des Rheinboulevard in Köln Deutz durch den Oberbürgermeister Jürgen Roters am 13.07.2015 um ca.15 Uhr. Das symbolische Band durchschnitt Oberbürgermeister Jürgen Roters und gab damit den unteren Teil des Stufenbauwerks für die Bevölkerung frei. 

Ab sofort können die Besucher von beiden Seiten auf die Treppe gehen und von dort auf die Altstadt und den Kölner Dom schauen. Allerdings ist erst einmal nur ein Teilstück zugänglich.

Der Boulevard oberhalb der Treppe ist noch nicht fertig, dort wird weiter gebaut. Aus diesem Grund ist vorerst nur der untere Teil der Treppe offen.

Vorher, um 14 Uhr, gab Roters einen Empfang im Hyatt-Hotel für Personen, die das Projekt initiiert oder unterstützt haben, daran beteiligt waren oder zu den Nachbarn gehören. Eingeladen waren unter anderem NRW-Stadtentwicklungsminister Michael Groschek, sein Staatssekretär Michael von der Mühlen, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, der Geschäftsführer Dr. Reimar Molitor und Vorstandsmitglieder des Vereins Region Köln/Bonn, Mitglieder des Kölner Stadtrats, der Stadtvorstand.  mehr Fotos

Deutz Rheinboulevard und Ausgrabungen Deutz, Foto Volker Dennebier

Deutz, 19.02.2015 Rheinboulevard im Zeitplan - Archäologen graben sich in die Deutzer Geschichte

VON RONALD LARMANN Kölnische Rundschau 19.02.2015

Bierflaschen und Steinzeugfliesen liegen neben dem Bauwagen. Es sind nicht etwa Überbleibsel einer Karnevalsfeier, sondern Ausgrabungsstücke. Sie stammen aus der Toilettenanlage des Kopfbahnhofs, den die Bergisch-Märkische Eisenbahn (BME) ab 1879 in Deutz bauen ließ. Derzeit sind Archäologen dabei, am Fuße des heutigen Lanxess-Towers Befunde zu sichern.

Für die Experten ist das Areal, das mit dem Bau des Rheinboulevards erneut eine Umgestaltung erfährt, hochinteressant. "Hier haben wir 1700 Jahre Geschichte im Herzen des rechtsrheinischen Kölns an einem Platz vereint", verdeutlicht Dr. Marcus Trier, Direktor des Römisch-Germanischen Museums (RGM) und Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, die Bedeutung dieses Gebiets zwischen Lanxess-Tower, LVR-Gebäude, der Abtei Deutz und dem Rhein.

Die Archäologen graben sich dort nicht nur in die Geschichte des Kopfbahnhofs mit den Fundamenten der einstigen Drehscheibe, die in Teilen nach Fertigstellung des Boulevards noch zu sehen sein wird, sondern auch in die Vergangenheit der Kirche Alt St. Urban. "Das ist die älteste Kirche des rechtsrheinischen Kölns", sagt Trier. Sie reiche bis ins 9. Jahrhundert zurück, schließlich sei an dieser Stelle im Jahr 870 der Kölner Erzbischof Willibert gewählt worden.

Das gotische Gotteshaus Alt St. Urban hatte nicht nur deshalb eine bewegte Geschichte - mit einem vorläufigen, explosiven Ende 1632. Im Dreißigjährigen Krieg sei das Gotteshaus, das vermutlich als Munitionslager diente, beschossen worden und in die Luft geflogen, erklärt Trier. Zahlreiche gefundene Musketenkugeln zeugten von dieser Explosion. Wieder aufgebaut besiegelte 1784 ein durch verkantete Eisschollen verursachtes Hochwasser mit seiner enormen Zerstörungskraft endgültig das Schicksal dieser Kirche.

Später befand sich dort eine preußische Kürassier-Kaserne, bevor der Kopfbahnhof erneut für Veränderung sorgte. Ganz ursprünglich hatten dort im 4. Jahrhundert bereits die Römer ein Brückenkopf-Kastell errichtet, das laut Dr. Trier eine Fläche von 140 mal 140 Meter umfasste.

Verbindendes Element dieser Epochen aus der Römer- bis in die Neuzeit ist der sogenannte Schinkenkessel, der so heißt, weil er die Bevölkerung wohl an einen Kessel zum Schinkenkochen erinnerte. Den römischen Turm haben nämlich die Preußen für ihre Befestigung am Deutzer Rheinufer genutzt - und heute sind die Überreste des Turms passgenau in die Freitreppe des Rheinboulevards integriert worden. Dessen Bau befindet sich laut Dr. Joachim Bauer im Zeitplan. Der stellvertretende Leiter des Grünflächenamts geht davon aus, dass die Treppe noch in diesem Jahr freigegeben werden kann. Im April soll dafür mit dem Bau des Panoramawegs und des eigentlichen Boulevards begonnen werden. Bis jeder Mülleimer und jeder Baum stehe, werde es sicherlich noch bis April 2016 dauern, so Bauer.

Container am Rheinboulevard Foto Volker Dennebier

In einem Container an der Auffahrt zur Hohenzollernbrücke informiert das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen von April bis Oktober an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr über das Projekt und den Baufortschritt. Von dort bietet sich auch ein guter Blick auf die Baustelle.

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